Liebe Seebodnerinnen und Seebodner, liebe Jugend!

Mich beschäftigt derzeit die Situation „Lärmschutz A10-Tauernautobahn" sehr intensiv. Bekanntlich konnten wir ja erreichen, dass die Lärmschutzmaßnahmen im Gemeindegebiet Seeboden nicht im dritten Abschnitt (also in den Jahren 2014 bis 2020) - wie ursprünglich geplant - in Angriff genommen werden, sondern bereits in den Jahren 2010 und 2011. Das war nur möglich, weil uns die Sanierung des Wolfsbergtunnels als Argument zu Hilfe kam. Nunmehr sind viele Arbeiten abgeschlossen und trotzdem gibt es bei vielen Anrainern Ernüchterung. Anscheinend führen einige Lärmschutzwände zu Reflexionen und anderen Änderungen im Schallverhalten. Jedenfalls gibt es nicht wenige Bürger – besonders in Lieserhofen – die eine Verschlechterung statt der erhofften Verbesserung verspüren.

Die Verbauungen Richtung Wolfsbergtunnel wirken wahrscheinlich wegen dem fehlenden Stück nach dem Rastplatz Richtung Osten (noch) nicht wirklich. Diese fehlende Lärmschutzverbauung erklärt sich daraus, dass die ASFINAG daran denkt, den Rastplatz Richtung Osten zu erweitern, um damit die Kapazität des Rastplatzes zu erhöhen und mit dem Blick auf den See attraktiver zu gestalten. Dieses wäre für uns sehr wünschenswert, da damit eine permanente „Werbung“ für unsere Region gegeben ist. Nach der Sommerpause wird die ASFINAG zu einer Informationsveranstaltung nach Seeboden kommen, wo wir gemeinsam mit den betroffenen Bürgern die Situation und die Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren werden.

Sehr viel Resonanz aus der Bevölkerung bekomme ich durch das Projekt „Promenaden und Logenplätze am Millstätter See“. Bekanntlich hat die MTG ein überregionales Projekt mit den Gemeinden Seeboden, Millstatt und Radenthein/Döbriach auf den Weg gebracht. Im Rahmen eines EU-geförderten Programmes wurden die Projekte erarbeitet, bei Förderstellen eingereicht und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Gemeinderat in Seeboden hat sich einstimmig für die Verfolgung dieser Planungen ausgesprochen; sich jedoch die Art und den Umfang des Projektes vorbehalten. Somit ist es die Aufgabe der Gremien in Seeboden (Gemeinderat, Gemeindevorstand und Tourismusorganisation) ein Projekt derart auszuarbeiten, dass es letztlich die Zustimmung des Gemeinderates als oberstes Organ in der Gemeinde erhält.

Um nochmals klarzustellen: Ob etwas gebaut wird bzw. wie etwas gebaut wird entscheidet der Gemeinderat der Marktgemeinde Seeboden nach Vorliegen aller Planungen, Kostenschätzungen, Bescheiden unter dem Grundsatz von Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Ein großer Sohn Seebodens, unser Olympiasieger und Weltmeister Thomas Morgenstern,  wurde wiederum Sportler des Jahres. Wir sind stolz und gratulieren herzlich!

Mit Freude und Stolz erfüllt uns auch, dass der Gasthof Post unter der Führung von Astrid und Franz Schmidt mit dem Prädikat „3*superior“ ausgezeichnet wurde. Qualität, Leistungsfähigkeit und kontinuierliche Arbeit der Unternehmerfamilie Schmidt sehen wir auch als Aufwertung unserer Gemeinde.

Einige Projekte im Straßenbau und in der Straßenbeleuchtung waren gegen Ende des Jahres erstaunlicherweise durch Engpässe der Firmen und Lieferanten etwas mühsam, konnten aber trotzdem erfolgreich abgeschlossen werden. Erstaunt waren wir deshalb, weil bis zum Herbst eine angebliche Unterbeschäftigung des Sektors „Tiefbau“ gegeben war und im Herbst plötzlich die Kapazitäten äußerst knapp waren.

Das Hotelprojekt am ehemaligen Campingplatz Haupt entwickelt sich gut. Wir gehen derzeit von guten Chancen auf Realisierung aus und wünschen dem Betreiber viel Erfolg. Die Marktgemeinde Seeboden mit den Gremien Bürgermeister, Gemeindevorstand und Gemeinderat unterstützen nach Kräften.

Beim Projekt „Seepromenade Ertl bis Meixner“ kämpfen wir mit immer neuen Verzögerungen. Erst wurde unser Kooperationspartner Wasserverband Millstätter See durch den Abgang des Geschäftsführers gebremst, dann schlitterte die ausführende Baufirma in die Insolvenz und letztlich versagten zwei Anrainer im Wasserrechtsverfahren die Mitarbeit. Hier ist - wie so oft und trotz aller negativen Überraschungen - Durchhaltevermögen angesagt. Ich zweifle nicht daran, dass wir in absehbarer Zeit eine erneuerte Promenade auch in diesem Bereich haben werden.




Ihr Bürgermeister